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Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

Nach einer Einschätzung der nationalen Vereinigung der Zirkuskunst En Piste, die 1996 gegründet wurde, beschäftigt der Zirkussektor in Québec mindestens 3000 Personen. 2000 Personen arbeiten am Geschäftssitz des Cirque du Soleil, für den darüber hinaus Tausende von Personen außerhalb Québecs im Rahmen seiner rund zehn festen Vorstellungen und Tourneen tätig sind.

 
Insgesamt besitzt Québec etwa fünfzig aktive Zirkusunternehmen und mehr als dreißig Shows befinden sich auf Tournee im Ausland.
 
 

In Montréal kann sich dieser Sektor jetzt auf ein wichtiges Zentrum stützen, der TOHU, Cité des arts du cirque, die über einer umgestalteten Müllentsorgungsanlage errichtet wurde. Dieser in seiner Art einzigartige Zusammenschluss bildet eines der weltweit größten Zentren für Zirkuskunst. Dort wurden seit seiner Gründung im Jahr 1999 folgende Einrichtungen untergebracht:

  • der internationale Geschäftssitz und das Gästehaus für Artisten des Cirque du Soleil
  • ein kreisförmiger Veranstaltungssaal, der TOHU, einzigartig in Kanada
  • die Büros von En Piste
  • die nationale Zirkusschule, École nationale de cirque
  • eine Abteilung für Umweltfragen

Die Sichtbarkeit und Präsenz der Zirkuskunst in Montréal wurde außerdem im Jahr 2010 durch die Schaffung eines neuen Festivals gefördert. Montréal Complètement Cirque versammelt um die zwanzig Zirkustruppen aus Québec und dem Ausland und bietet neuartige Aktivitäten an nicht-traditionellen Veranstaltungsorten an.

In der Hauptstadt Québec ist die École de cirque de Québec, der Zirkusschule Québecs, eine Vorbereitung und Sprungbrett für Nachwuchsartisten. Eine der ältesten Truppen der Clownkunst in Québec, Aubergine de la Macédoine, ist dort seit 1979 etabliert und übt einen Einfluss auf die ganze Provinz aus. Seit 2009 präsentiert die Stadt Québec eine Show des Cirque du Soleil auf der Freilichtbühne. Die Darbietungen dieser beliebten Sommerveranstaltung sind bis 2013 vorgesehen. Auch junge Nachwuchstruppen wie Les Confins, die wegen ihrer interdisziplinären Vorgehensweise auffallen, machen von sich reden.

Auch außerhalb der großen Zentren beweist die Zirkuskunst große Lebenskraft. Junge Truppen wie Vague de cirque auf den Îles-de-la-Madeleine, Luna Cabarella, ein kleiner Reitzirkus in den Appalachen und der Cirque Alphonse in den Laurentiden stellen ihr Können unter Beweis und verdienen ihren Platz in der Québecer Zirkuslandschaft.

In Montréal erleben wir auch das Erblühen junger Truppen, die große Kreativität beweisen und dabei neue Wege gehen: Ça s’en vient, deren erste Show Les parfaits Inconnus viel Erfolg geerntet hat, Toxique Trottoir, das sich auf Straßenkünste spezialisiert hat, das Collectif Jamie Adkins und das Collectif Jeffrey Hall, die Zirkus in kleiner Form präsentieren.