Die Schöpfer des Interdisziplinären
Auch wenn die Ausbreitung der interdisziplinären oder multidisziplinären Praktiken ein neues Phänomen ist, hat Québec auf Pioniere aufgebaut, die bahnbrechende Arbeit geleistet haben, indem sie die verschiedenen Disziplinen kombiniert und neu erdacht haben:
- Françoise Sullivan hat im Jahr 1948 den Refus Global unterzeichnet, ein Manifest, mit dem die moderne Québecer Kunst begründet wurde. Sie kombinierte schon Ende der vierziger Jahre künstlerische Praktiken wie Tanz, Malerei, Skulptur und Film.
- Michel Lemieux und Victor Pilon sind an der Spitze von 4D Art, dessen Veranstaltungen seit dem Beginn der achtziger Jahre Elemente aus Tanz, Musik, Video und innovativen Bühnentechniken kombinieren.
Die interdisziplinäre Arbeit hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten immer mehr verbreitet und auf Straßenkunst, Zirkus, Literatur und Installation übergegriffen. Man denke zum Beispiel an Künstler wie:
- L’ATSA (Action terroriste socialement acceptable)
- Nathalie Derome et sa compagnie Des mots d’la dynamite
- Les Filles électriques
- Kondition Pluriel
- Daniel Danis, arts/sciences
- Guy Laramée
- Mobile Home
- Alexis O’Hara
- L’Orchestre d’hommes-orchestre
- Caroline Ross
- Péristyle nomade
- 2Boys TV
- Les Productions Recto-Verso