Das Buch als Exportartikel
Das Buch als Exportartikel
Viele andere Schriftsteller, darunter mehrere Nachwuchsautoren, haben sich in Québec und im Ausland, besonders in der frankophonen Welt ausgezeichnet. Man denke zum Beispiel an :
- Yann Martel, dessen L’histoire de Pi in millionenfacher Auflage verkauft wurde und den begehrten Bookerpreis erhielt
- Gil Courtemanche, dessen Un dimanche au bord de la piscine à Kigali in 23 Länder verkauft wurde.
- Nicolas Dickner, dessen Romane Nikolski und Tarmac in rund zehn Sprachen und Länder übersetzt und verkauft wurden.
- Perrine Leblanc, deren erster Roman Sortir de soi in der angesehenen Reihe Blanche bei Gallimard erschienen ist.
- Pierre Szalowski, dessen Roman Le froid modifie la trajectoire des poissons tausendfach in Deutschland verkauft wurde.
- Kim Thuy, dessen erstes Buch Ru großen Erfolg in Frankreich verzeichnen konnte.
- Dominique Fortier, die sowohl in Frankreich als auch im anglophonen Kanada mit Du bon usage des étoiles bekannt wurde.
- Nelly Arcan, inzwischen verstorben, deren Romane eine große Wirkung in der gesamten französisch sprechenden Welt hatten.
- Anne Robillard, deren Reihe der Chevaliers d’émeraude in hunderttausendfacher Auflage in Québec und Frankreich verkauft wurde.
Über den Roman und die Fiktion hinaus werden Québecer Bücher international im Bereich der Forschungsliteratur, besonders im Bereich medizinischer Fachbücher (mit dem Verlagswesen des Kinderkrankenhauses CHU Sainte-Justine), aber auch im Bereich der Poesie geschätzt. So konnte ein Verlag wie Éditions des Forges feste Bande mit Lateinamerika knüpfen.
Québecer Verleger nehmen auch regelmäßig an großen internationalen Buchmessen teil, z.B. in Blois, Guadalajara, Frankfurt, Paris, Bologna, Brüssel, Genf und London sowie an der Jugendbuchmesse in Bologna.
Forschungsmissionen unter der Schirmherrschaft der Association nationale des éditeurs de livres ermöglichen es Schriftsteller- und Verlegerdelegationen, ihre ausländischen Kollegen kennenzulernen. Im Verlauf der letzten Jahre wurden solche Missionen u.a. nach China, Argentinien, Brasilien und den USA durchgeführt. Québec ist auch Gast für ausländische Verleger, wovon die Besuche mexikanischer, britischer, holländischer und argentinischer Delegationen in Montréal und der Stadt Québec zeugen.
Vielfältige Stimmen
Zahlreiche eingewanderte oder aus den vielfachen kulturellen Gemeinschaften stammende Autoren haben dazu beigetragen, die Bandbreite der Québecer Literatur zu vergrößern und die Québecer Vielfalt hier und im Ausland zu demonstrieren. Zu den bedeutsamsten Persönlichkeiten zählen:
- Neil Bissoondath
- Aki Shimazaki
- Sergio Kokis
- Hans-Jürgen Greif
- Abla Farhoud
- Kim Thuy
- Rawi Hage
- Naïm Kattan
- Madeleine Thien
Der Beitrag dieser Autoren zur Québecer Literatur ist meist in französischer, aber auch in englischer Sprache.